Aber bitte mit Butter

(04/01/2017)

Neues Jahr − gute Vorsätze: Anfang des Jahres nehmen sich die meisten Menschen vor, etwas in ihrem Leben besser zu machen. Besonders oft gehört dann dazu, sich endlich gesünder ernähren zu wollen. Aber was ist eigentlich gesunde Ernährung? Dieser Frage ging die Journalistin Katarina Schickling detailliert nach, als sie für einen Film recherchierte, für den sie die gesündeste Ernährungsweise suchen sollte. Dabei kam sie zu erstaunlichen Ergebnissen. Denn wider Erwarten wurde schnell klar, dass überall Ernährungsmythen statt wissenschaftlich Bewiesenem herrschen, dass vermeintliche Fakten in Wahrheit durch nichts belegt sind. Mit fatalen Folgen: Die Verbraucher sind beim Thema Essen verunsicherter denn je und der gesunde Menschenverstand bleibt in der Debatte zwischen richtig und falsch in der Regel auf der Strecke.

Katarina Schickling beschäftigte sich immer intensiver mit dem Thema und recherchierte ausführlich die Fakten, traf Experten aus der Wissenschaft in ganz Europa, arbeitete eng mit Fernsehkoch Tim Mälzer zusammen und führte einige Selbstversuche mit verschiedenen Ernährungstheorien durch. Dabei kam die Journalistin letztendlich zu dem Schluss, dass es keinen Grund zu Panikmache und Hysterie gibt und man das essen soll − und kann, was einem schmeckt. Ihre Erkenntnisse fasste sie in ihrem Buch "Aber bitte mit Butter. Warum Brot nicht dumm und Fett nicht krank macht" zusammen. Auf Augenhöhe mit dem Leser und leicht verständlich geschrieben widmet sie sich kapitelweise den einzelnen Bereichen der Ernährung und klärt auf. Ihr Fazit: Ein Plädoyer für mehr Entspannung! Wenn man nicht zu viel oder zu wenig isst und möglichst auf Fertigprodukte verzichtet, könne man essen, worauf man Lust hat. Ein interessantes Buch für alle, die sich im Dschungel der Ernährungsratgeber einmal von einer anderen Seite aus dem Thema Essen widmen wollen.